Zum Tod von Jutta Michel-Becher

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Am 8. Mai ist die enga­gier­te und viel­sei­ti­ge Musik­ver­mitt­le­rin Jut­ta Michel-Becher (1965–2026) gestor­ben. Als Lei­te­rin von Chö­ren und Work­shops brach­te sie ins­be­son­de­re Kin­der und Jugend­li­che sowie Senior:innen mit Chor­ge­sang in Kon­takt, unter ande­rem als lang­jäh­ri­ge Lei­te­rin des Senio­ren­chors im Augus­ti­num Mün­chen-Neu­frie­den­heim. Zudem unter­rich­te­te Jut­ta Michel-Becher an der Münch­ner Volks­hoch­schu­le Chor­ge­sang und Musik­theo­rie. In ihrer Arbeit als Kom­po­nis­tin, Arran­geu­rin und Her­aus­ge­be­rin zeig­te sich ihre gro­ße künst­le­ri­sche Band­brei­te. Beim Main­zer Ver­lag Schott Music erschei­nen seit 2018 ein­zel­ne Wer­ke und Arran­ge­ments sowie Bän­de in zwei von ihr her­aus­ge­ge­be­nen Rei­hen: Die Rei­he «Sil­ber­klang» rich­tet sich gezielt an erfah­re­ne Stim­men und die mit dem Alter ver­bun­de­nen Anfor­de­run­gen. In den ver­gan­ge­nen Mona­ten erschie­nen zudem die ers­ten bei­den Bän­de der «VocaTre»-Reihe mit ihren Ein­rich­tun­gen geist­li­cher Wer­ke für drei­stim­mi­gen Chor. Die aus­ge­bil­de­te Kir­chen­mu­si­ke­rin, die zudem Musik­päd­ago­gik, Musik­wis­sen­schaft und Pho­ne­tik stu­diert hat­te, präg­te unter ande­rem die Kir­chen­mu­sik der Münch­ner Pfarr­kir­che Erschei­nung des Herrn.

Auch der Deut­sche Chor­ver­band war viel­fäl­tig mit Jut­ta Michel-Becher ver­bun­den. 2025 wur­de beim Arran­ge­ment-Wett­be­werb des Deut­schen Chor­ver­bands zum «Deutsch-Jüdi­schen Lie­der­buch» von 1912 ihre Ein­rei­chung «Träu­me der Nacht» mit dem zwei­ten Preis und dem Publi­kums­preis aus­ge­zeich­net. Das Chor­stück wird am 2. Okto­ber 2026 bei der chor.com in Leip­zig vom Rund­funk-Jugend­chor Wer­ni­ge­ro­de auf­ge­führt.

(13.05.2026)

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