Ein schwarz-weiß-Foto einer Frau, die dirigiert. In einer Hand hält sie einen Taktstock, die Körperspannung ist groß. Sie steht auf einem Podest vor einem Mikrofon aus den 1920er Jahren.
Die Komponistin Miina Härma dirigiert beim Sängerfest 1928 © Eesti Muuseumide Veebivärav

Estnisch für Einsteiger

Est­ni­sche Musik ist genau­so alt wie est­ni­sche Chor­mu­sik – die est­ni­sche Ton­kunst ist im Schoß der Chor­mu­sik gebo­ren. Sie erwuchs aus Not­wen­dig­keit, denn die wäh­rend der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts ent­stan­de­ne Chor­be­we­gung brauch­te eigen­sprach­li­ches Reper­toire. Zunächst sang man haupt­säch­lich Musik deut­scher Kom­po­nis­ten, natür­lich ins Est­ni­sche über­setzt. Die ers­ten est­nisch­spra­chi­gen Chor­lie­der wur­den von den deutsch­bal­ti­schen Pas­to­ren kom­po­niert, die sich am Vor­bild deut­scher Kom­po­nis­ten ori­en­tier­ten. Chor­mu­sik spielt in Est­land bis heu­te eine sehr wich­ti­ge Rol­le, was wohl der Sän­ger­fest­be­we­gung zu ver­dan­ken ist. Bezeich­nen­der­wei­se waren die meis­ten Chorkomponist:innen auch Chorleiter:innen und wuss­ten, wie man einen wir­kungs­vol­len Chor­satz schreibt. …

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Portrait von Virge Joamets

Autor:in

Virge Joamets

Virge Joamets ist eine estnische Musikwissenschaftlerin. Sie ist Redakteurin und Sprachredakteurin der Zeitschrift Muusika, publiziert Bücher und journalistische Texte aller Art und schreibt und redigiert Programmhefte für zahlreiche Musikorganisationen, Kollektive und Festivals.

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