Hunderte Stimmen bringen das Liverpool Oratorio zum Klingen
Ein musikalisches Großereignis fand am 13. Juni 2026 in den Holstenhallen in Neumünster statt: 16 Chöre aus Schleswig-Holstein und Hamburg, 500 Sängerinnen und Sänger, das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester unter Leitung von Harisch Shanker und vier beeindruckende Solist:innen – Caroline Bruker, Mireille Lebel, Ian Spinetti und Sönke Tams Freier – verzauberten das Publikum mit einer Aufführung des nur selten aufgeführten Liverpool Oratorio von Paul McCartney und Carl Davis.
Bei den rund 1.350 Zuhörer:innen blieben musikalisch keine Wünsche offen: Die Kombination aus Amateur-Chören und dem professionellen Orchester sowie den internationalen Solist:innen überzeugte. Dabei ist keineswegs selbstverständlich, dass Berufsmusiker:innen das „Risiko“ eingehen, sich mit Amateuren auf der Bühne zu präsentieren, zumal es aufgrund des großen Aufwandes nur wenige Proben geben konnte. Am Ende entstand eine harmonische Einheit, die das Publikum begeisterte.
Enormer ehrenamtlicher Einsatz und Werbung fürs Singen
Abgesehen von der musikalischen Leistung war auch die Organisation dieses großen Werks bemerkenswert. Ein kleiner Chor aus Glückstadt, der Konzert- und Männerchor Quartett Lied Hoch mit ihrem Vorsitzenden Rolf Nedebock (Vizepräsident des Chorverbandes Schleswig-Holstein) hatte die Idee, diese große Produktion zu realisieren. Mit enormem ehrenamtlichem Einsatz machte man sich auf den Weg, die Idee zu verwirklichen, unterstützt durch den Chorverband Schleswig-Holstein.
Die Aufführung des Liverpool Oratorios war über den Erfolg beim Publikum hinaus eine überzeugende Werbung für das Chorsingen – und für die rund 500 Sänger:innen aus Chören des Chorverbands Schleswig-Holstein ein unvergessliches Erlebnis.
Weitere Informationen
Einige Einblicke in die Proben und die Motivation der Beteiligten gibt dieser Video-Kurzbeitrag des NDR: 500 Stimmen für Paul McCartney: «Liverpool Oratorio» in Neumünster (externer Link). Nachhören lassen sich die musikalischen Eindrücke und Interviews auch im folgenden Hörbeitrag (siehe unten).
Hörbeitrag des NDR von Julia Jänisch (15. Juni 2026):