Inklusiver Probenraum: Der Wohlfühlraum für alle

Ein Blick durch eine Fensterscheibe. Drinnen proben Kinder
© Andi Richter, Deutsche Chorjugend

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Deutsche Chorjugend

Bei einem der Wis­sens­ca­fés von Cho­rY­OUgend – Vol. 2 der Deut­schen Chor­ju­gend haben sich Chor­lei­ten­de gefragt, was einen inklu­si­ven Pro­ben­raum aus­macht:

Bei Chor­pro­ben bewe­gen sich Men­schen, und ler­nen Lie­der, sie pro­bie­ren Neu­es aus, ler­nen ihre Stim­me ken­nen; Freund­schaf­ten wer­den geschlos­sen, Kon­flik­te aus­ge­tra­gen, Emo­tio­nen ver­ar­bei­tet. Der Pro­ben­raum, die Home Base jedes Chors, ist ein Ort des Ler­nens, der Krea­ti­vi­tät, des Expe­ri­men­tie­rens, an dem Ritua­le und Rou­ti­nen ent­ste­hen. Er bie­tet Sicher­heit und ermög­licht Offen­heit und Kon­zen­tra­ti­on.

Ein inklu­si­ver Pro­ben­raum ist bar­rie­re­frei. Alle Men­schen kön­nen ihn ohne Hil­fe errei­chen, nut­zen und wahr­neh­men – unab­hän­gig von kör­per­li­chen, sen­so­ri­schen oder gesell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen. Zu den nöti­gen Räum­lich­kei­ten füh­ren Ram­pen, falls jemand kei­ne Trep­pen benut­zen kann; in der Pro­be gibt es Sitz­mög­lich­kei­ten. Schil­der sind für alle ver­ständ­lich und spre­chen alle Iden­ti­tä­ten an.

Der Raum ist hell, ruhig und gut belüf­tet – das för­dert Kon­zen­tra­ti­on und Wohl­be­fin­den. Gute Akus­tik und wenig Ablen­kung hel­fen beim gemein­sa­men Arbei­ten. Hoch­sen­si­ble Men­schen kön­nen sich vor Reiz­über­flu­tung schüt­zen, etwa mit Kopf­hö­rern oder in Erhol-Ecken, ohne den Kon­takt zur Grup­pe zu ver­lie­ren. So kön­nen Men­schen pau­sie­ren, sich sam­meln und regu­lie­ren, wäh­rend Chor­lei­ten­de und Betreu­en­de den Über­blick behal­ten. Kla­re Infra­struk­tur erleich­tert den Ablauf. Der Pro­be­raum ist idea­ler­wei­se an den öffent­li­chen Nah­ver­kehr ange­bun­den, die Anwe­ge sind gut beleuch­tet, sodass sich nie­mand unsi­cher oder unwohl füh­len muss.

Emp­feh­lens­wert ist, Bedürf­nis­se in der Grup­pe zu klä­ren und Pro­ben­ab­lauf und Räum­lich­kei­ten ent­spre­chend anzu­pas­sen. Das ermög­licht musi­ka­li­sche Teil­ha­be. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur ein­zel­ne Chor­mit­glie­der, son­dern der gan­ze Chor.

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Deutsche Chorjugend

Deutsche Chorjugend e. V. ist mit rund 75.000 Kindern und Jugendlichen in etwa 2.500 Chören und Ensembles die größte Interessensvertretung junger Sänger:innen in Deutschland.

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