Meine Stimme, meine Identität: Transfrauen und Stimmfeminisierung

Autor:in

Sara Walther

Ausgabe

N° 105 | Juni 2023

Die Stimm­fe­mi­ni­sie­rung hilft Trans­frau­en, ihre Wohl­fühlstim­me zu fin­den. Bet­ti­na Sem­mer­ling und Jale Papi­la vom Medi­cal Voice Cen­ter (Mevoc) in Ham­burg erklä­ren hier vie­le Details.

Frau Dr. Sem­mer­ling, Sie haben das The­ra­pie­an­ge­bot der Stimm­fe­mi­ni­sie­rung vor 15 Jah­ren am Mevoc mit auf­ge­baut. Kön­nen Sie kurz umrei­ßen, was dahin­ter­steckt?

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Für uns ist Stimm­fe­mi­ni­sie­rung ein gan­zes Maß­nah­men­pa­ket aus Vor­un­ter­su­chun­gen, der Ope­ra­ti­on mit Glot­to­plas­tik und einer anschlie­ßen­den zehn­stün­di­gen Stimm­the­ra­pie. Wir sind der fes­ten Über­zeu­gung, dass die Femi­ni­sie­rung der Stim­me bei Trans­frau­en nicht mit der Ope­ra­ti­on getan ist: Die mecha­ni­sche Anhe­bung der Stim­me durch das Zusam­men­nä­hen der Stimm­lip­pen ist das eine, mit der neu­en Stim­me umzu­ge­hen, das ande­re. Nach der OP darf die Frau 14 Tage nicht spre­chen, nur locker flüs­tern. Dann kommt die Stimm­frei­ga­be und danach setzt die Stimm­the­ra­pie ein.

Von den Wünschen und Erwartungen der Patient:innen

Mit wel­chen Wün­schen oder Erwar­tun­gen kom­men die Patient:innen zu Ihnen? War­um wol­len sie eine höhere Stim­me?

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Die Trans­frau­en, die zu uns kom­men, sind teil­wei­se optisch schon sehr weib­lich und füh­len sich weib­lich. Und trotz­dem sind sie in ihrem Pas­sing noch nicht abge­schlos­sen, weil sie auf­grund ihrer Stim­me häu­fig mis­gen­dert wer­den. Vor allen Din­gen am Tele­fon, das ist wirk­lich das Haupt­pro­blem. Die Frau­en mel­den sich am Tele­fon mit Ivon­ne Mus­ter­mann, wer­den aber sofort als «Herr Mus­ter­mann» ange­spro­chen. Sie müs­sen sich also immer wie­der erklä­ren, und das ist unglaub­lich frus­trie­rend. Heu­te geht es dahin, dass Trans­frau­en die Stimm­ope­ra­ti­on für ihre Tran­si­ti­on schon am Anfang machen. Gesicht und Stim­me kom­men also zuerst und dann gege­be­nen­falls noch die geschlechts­an­glei­chen­de Ope­ra­ti­on. Die Stim­man­glei­chung wird also deut­lich vor­ge­zo­gen, um Misgen­dering zu ver­mei­den.

Bie­ten Sie die stim­merhöhen­de Ope­ra­ti­on also haupt­säch­lich für Trans­per­so­nen an oder kom­men zum Bei­spiel auch Sän­ge­rin­nen, die höher sin­gen wol­len?

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Wir hat­ten eini­ge ganz weni­ge Cis­frau­en, die ihre Stim­me zu tief fan­den. Da war eine, die hat Leis­tungs­kraft­sport gemacht und über Jah­re Ana­bo­li­ka ein­ge­nom­men. Dadurch ist auch ihre Stim­me dunk­ler gewor­den. Das woll­te sie zurück­schrau­ben, weil sie mit dem Sport auf­ge­hört hat.

Jale Papi­la: Ich hat­te eine Pati­en­tin mit einer eige­nen Fir­ma. Sie hat­te eine so tie­fe Sprech­stim­me, dass sie eben­falls häu­fig mis­gen­dert wor­den ist. Obwohl alles an ihr von Natur aus weib­lich war, wur­de sie immer als ‹Herr Mus­ter­mann› ange­spro­chen. Und das ist ihr so auf den Keks gegan­gen, dass sie sich hat ope­rie­ren las­sen. Aber das ist wirk­lich ganz sel­ten der Fall.

Die Grenzen der stimmerhöhenden Operation

Sän­ge­rin­nen wür­den Sie die OP also nicht emp­feh­len, Frau Papi­la?

Jale Papi­la: Nein, das ist eine kos­me­ti­sche Ope­ra­ti­on für die Sprech­stim­me. Hier geht es um das Mensch­sein, um Iden­ti­täts­ge­winn und nicht dar­um, höhe­re Töne sin­gen zu kön­nen. Das funk­tio­niert auch gar nicht. Mit den Trans­frau­en, die dann spä­ter zum Teil sin­gen wol­len, üben wir, Töne anzu­steu­ern und ein Bewusst­sein für den neu­en Stimm­ap­pa­rat zu gewin­nen. Dass sie nicht mehr in der Bass­la­ge suchen, wo nichts mehr ist. Die Stim­me wird durch die OP im Schnitt zar­ter, auch etwas dün­ner, und ist also nicht für eine pro­fessionelle, klas­si­sche Sän­ge­rin geeig­net, die über die vol­le Stim­me in Höhe und Län­ge ver­fü­gen muss. Des­we­gen haben wir auch schon Trans­gen­der­frau­en, die pro­fes­sio­nel­le Sän­ger waren und dann Sän­ge­rin­nen wer­den woll­ten, klipp und klar abge­ra­ten, die OP vor­zu­neh­men.

«Das ist eine kos­me­ti­sche Ope­ra­ti­on für die Sprech­stim­me. Hier geht es um das Mensch­sein, um Iden­ti­täts­ge­winn und nicht dar­um, höhe­re Töne sin­gen zu kön­nen.»

Wie ver­än­dert sich die Stim­me genau durch die OP? Es klingt so, als müss­te man die Weib­lich­keit im gewis­sen Sin­ne auch üben?

Jale Papi­la: Die Stim­me ist grund­sätz­lich nach der OP erhöht. Das ist das wich­tigs­te Ziel. Pro­fes­sor Hess wägt das sehr genau ab, womit die Lebens­qua­li­tät der Frau­en am bes­ten gege­ben ist. Dass wei­ter gut Luft durch die Stimm­lip­pen flie­ßen kann, aber auch ein ange­neh­mer Stimm­klang ent­steht. Wir wol­len ja kei­ne Micky­mäu­se pro­du­zie­ren. Im Schnitt wer­den 30 bis 50 Pro­zent der Stimm­lip­pen am vor­de­ren Ende zusam­men­ge­näht. Das heißt aber nicht auto­ma­tisch, dass die Frau­en dann auch weib­lich klin­gen, denn es bleibt ein männ­li­cher Kehl­kopf, der grö­ßer ist als ein weib­li­cher. Es hängt aber sehr von der Sta­tur der Frau ab, wie groß der Stimm­ap­pa­rat letzt­end­lich ist. Das schau­en wir uns im Stimm­trai­ning genau an und arbei­ten dann mit der Reso­nanz, mit dem Fal­sett et cete­ra. Unter Umstän­den gehen wir ein biss­chen mehr in das hel­le, etwas fla­che­re Spre­chen, das wir nor­ma­ler­wei­se nicht wol­len. Hier wirkt es aber stimm­auf­hel­lend und stim­merhö­hend.

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Gibt es denn über­haupt so etwas wie die weib­li­che oder männ­li­che Stim­me?

Jale Papi­la: Das ist eine gute Fra­ge und beschäf­tigt uns sehr. Tat­säch­lich ist das The­ma sehr kli­schee­haft besetzt. Natür­lich gibt es sehr sach­li­che Frau­en und sehr blu­mi­ge Män­ner, aber im Schnitt kön­nen wir sagen, dass es tat­säch­lich Unter­schie­de gibt: Män­ner spre­chen ten­den­zi­ell kür­zer und mono­to­ner. Frau­en reden oft melo­diö­ser und haben ein ganz ande­res Voka­bu­lar, das hät­te ich selbst nicht für mög­lich gehal­ten. Ich muss aber sagen, die Fra­ge «Was ist weib­lich, was ist männ­lich?» spielt im Grun­de kei­ne Rol­le, wenn sich die Per­son in ihrer Haut wohl­füh­len und authen­tisch leben kann. Für mich ist es also ent­schei­dend, die Emp­fin­dun­gen der jewei­li­gen Frau zu berück­sich­ti­gen: Was ver­steht sie unter weib­lich, wie will sie wahr­ge­nom­men wer­den?

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Es ist ja auch wis­sen­schaft­lich erwie­sen, dass die weib­li­che Sprech­stim­me seit Jah­ren immer tie­fer wird. Der Unter­schied zur männ­li­chen Sprech­stim­me ist gar nicht so hoch, wie wir mei­nen. Aber eini­ge Frau­en wün­schen sich eher das Weib­chen­mä­ßi­ge und möch­ten viel­leicht auch ein biss­chen über­trei­ben. Da ste­hen die Wün­sche unse­rer Patient:innen natür­lich ganz oben, solan­ge es medi­zi­nisch ver­tret­bar ist. Wir haben vor allem Frau­en, die sagen, ich möch­te mich nicht abhe­ben. Ich möch­te ein­fach Frau sein und nicht auf­fal­len, sowohl stimm­lich als auch kör­per­lich. Das sind mit wei­tem Abstand die meis­ten.

Optionen für Stimmvertiefung

Wie sieht es denn anders­her­um aus – gibt es auch eine Stimm-Mas­ku­li­ni­sie­rung?

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Bei Trans­män­nern kann man sagen, dass die Stimm­ver­tie­fung schon allein auf­grund der Hor­mon­ga­be erfolgt und sie damit auto­ma­tisch in einer tie­fe­ren Sprechla­ge lan­den. Der Kehl­kopf wächst zwar nicht, aber die Stimm­lip­pen erhal­ten eine gewis­se Mas­se, wer­den dicker, und dadurch klingt die Stim­me tie­fer. In aller Regel haben die­se Män­ner nicht die Situa­ti­on, dass sie eine Sprech­the­ra­pie brau­chen. Aber wir machen durch­aus Stimm­an­pas­sun­gen für mehr Tie­fe. Das sind dann aber zu 99 Pro­zent Cis­män­ner. Die meis­ten haben schon eine tie­fe Stim­me und wol­len ein­fach einen noch tie­fe­ren Bass haben. Wie viel da geht, dazu füh­ren wir vor­her lan­ge Gesprä­che. Und Pro­fes­sor Hess hat durch­aus auch schon Pati­en­ten abge­lehnt, weil sie ger­ne eine Stim­me wie Bruce Wil­lis haben woll­ten oder Ähn­li­ches. Das kön­nen wir lei­der nicht, aber wir haben mitt­ler­wei­le auch ande­re Metho­den, dar­un­ter ope­ra­ti­ve Ein­grif­fe, um die Stim­me tie­fer zu machen.

Stimmfeminisierung, ein absolutes Seelenthema

Sie füh­ren mitt­ler­wei­le 50 bis 80 Stimm­fe­mi­ni­sie­run­gen im Jahr durch, Ten­denz stei­gend.

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Rich­tig, der Bedarf ist in den letz­ten Jah­ren extrem gestie­gen. Nicht nur, weil sich her­um­ge­spro­chen hat, dass wir das hier gut machen. Das ist die eine Sache. Aber Sie wer­den das ja in den Medi­en ver­fol­gen. Die The­men Trans­gen­der, LGBTQ+, Diver­si­tät sind unglaub­lich prä­sent. Und war­um ist das The­ma medi­al? Weil sich mehr und mehr Men­schen sicher füh­len, sich outen kön­nen, es mehr Vor­bil­der und geschütz­te Räu­me dafür gibt. Es sind viel mehr Leu­te dazu bereit, sich der lang­wie­ri­gen Pro­ze­dur der Geschlechts­um­wand­lung aus­zu­set­zen, die häu­fig auch eine sehr schwe­re ist und eine gro­ße Ver­än­de­rung bedeu­tet. Des­we­gen kann ich über­haupt nicht ver­ste­hen, wenn Leu­te kein Ver­ständ­nis dafür zei­gen. Kein Mensch wür­de sich den Ope­ra­tio­nen und lan­gen The­ra­pien aus­set­zen, wenn er nicht wirk­lich einem Lei­dens­druck aus­ge­setzt ist. Wobei die stim­merhö­hen­de Ope­ra­ti­on von all den Ope­ra­tio­nen wahr­schein­lich die ein­fachs­te ist.

«Weil es eben ein abso­lu­tes See­len­the­ma ist und wir hof­fen, dass hier zukünf­tig mehr Men­schen gehol­fen wer­den kann.»

Wür­den Sie sagen, dass es eigent­lich dahin gehen soll­te, dass Men­schen ihre Stim­me zukünf­tig nicht mehr anpas­sen müs­sen, weil sie so, wie sie sind, ange­nom­men wer­den?

Jale Papi­la: Das fin­de ich total wich­tig. Wenn die Men­schen mehr Akzep­tanz und sich im Umgang bewuss­ter zei­gen wür­den, wäre der Lei­dens­druck die­ser Frau­en nicht so hoch. Fer­tig. Doch so, wie es jetzt ist, scheint eine Stimm­fe­mi­ni­sie­rung die bes­te Mög­lich­keit für Frau­en zu sein, die sich eine höhe­re Stim­me wün­schen und bei denen eine Stimm­the­ra­pie allein nicht aus­reicht.

Bet­ti­na Sem­mer­ling: Abso­lut, und das wird welt­weit immer mehr zum The­ma. Pro­fes­sor Hess hat vor kur­zem die Inter­na­tio­nal Asso­cia­ti­on of Trance­Voice Sur­ge­ons mit­ge­grün­det und steht ihr als Prä­si­dent vor. Die Asso­cia­ti­on hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, Ärzt:innen aus allen Län­dern die Tech­ni­ken der Stim­merhö­hung bei­zu­brin­gen, damit Trans­gen­der­frau­en welt­weit auf ein Netz von guten Chirurg:innen zurück­grei­fen kön­nen. Weil es eben ein abso­lu­tes See­len­the­ma ist und wir hof­fen, dass hier zukünf­tig mehr Men­schen gehol­fen wer­den kann.

Über die Autorin­nen

Jale Papi­la
Nach ihrem Jura­stu­di­um stu­dier­te Jale Papi­la Gesang und schloss mit dem Kon­zert- sowie Solis­ten­ex­amen und Diplom «Päd­ago­gik Gesang» ab. 2015 absol­vier­te sie in Bern den Wei­ter­bil­dungs­stu­di­en­gang «CAS Sing­stim­me – Fehl­funk­tio­nen erken­nen, abbau­en, ver­mei­den». Als Dozen­tin war sie an der Sän­ger Aka­de­mie Ham­burg, am Johan­nes-Brahms-Kon­ser­va­to­ri­um Ham­burg, am Inter­na­tio­nal Col­lege of Music in Ham­burg und an der Kalai­dos Musik­hoch­schu­le in Zürich tätig. Seit 2015 ist Papi­la Teil des mul­ti­dis­zi­pli­nä­ren Stimm­teams des Medi­cal Voice Cen­ter. Sie lei­tet den Bereich Sing­stim­me, ist künst­le­ri­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Lei­te­rin der Semi­na­re und Fort­bil­dun­gen sowie des jähr­lich statt­fin­den­den Ham­bur­ger Stimm­sym­po­si­ums.

Bet­ti­na Sem­mer­ling 
Bet­ti­na Sem­mer­ling ist Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Medi­en­wis­sen­schaft­le­rin. Sie pro­mo­vier­te an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin und arbei­te­te anschlie­ßend vie­le Jah­re lang als Mana­ge­rin in Mar­ke­ting und Kun­den­ser­vice bei diver­sen Unter­neh­men der frei­en Wirt­schaft. Dem Medi­cal Voice Cen­ter schon seit der Grün­dung freund­schaft­lich ver­bun­den, steu­er­te sie die kom­mu­ni­ka­ti­ven Tätig­kei­ten zunächst von außen. Seit 2019 ist sie fest im Team, um den stei­gen­den Anfor­de­run­gen im Zusam­men­hang mit inter­na­tio­na­len Patient:innen, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Sicher­stel­lung der Qua­li­täts­stan­dards, Pro­zess­op­ti­mie­rung und Social-Media-Akti­vi­tä­ten gerecht zu werden.e.….

Fachbegriffe kurz erklärt:

Die Glot­to­plas­tik (Stimm­fe­mi­ni­sie­rung) ist eine Ope­ra­ti­ons­tech­nik, bei der die Vibra­ti­ons­län­ge der Stimm­bän­der ver­kürzt und dadurch die Vibra­tionsfrequenz der Stimm­lip­pen erhöht wird. Unter Voll­nar­ko­se wird der vor­de­re Teil der Stimm­lip­pen mit mikro­chir­ur­gi­schen Instru­men­ten zart aus­ge­dünnt und mit einem haar­dün­nen Faden zusam­men­ge­näht. Dadurch kann eine Stim­merhö­hung von bis zu einer Okta­ve erreicht wer­den.

Cis­gen­der nennt man Per­so­nen, deren äußer­li­che Geschlechts­merk­ma­le (und damit das bei der Geburt zuge­wie­se­ne Geschlecht) mit ihrem gefühl­ten Geschlecht, dem soge­nann­ten Iden­ti­täts­ge­schlecht, über­ein­stim­men.

Trans­gen­der bezeich­net Per­so­nen, deren äußer­li­che Geschlechts­merk­ma­le (und damit das bei der Geburt zuge­wie­se­ne Geschlecht) nicht oder nur teil­wei­se mit ihrem gefühl­ten Geschlecht, dem Iden­ti­täts­ge­schlecht, über­ein­stim­men. Salopp könn­te man sagen: Trans­gen­der füh­len sich im fal­schen Kör­per. Eine binä­re Geschlecht­s­ein­ord­nung wird meist abge­lehnt.

Unter Pas­sing ver­steht man hin­sicht­lich der Geschlechts­iden­ti­tät, dass eine Per­son als Mit­glied des­je­ni­gen Geschlechts erkannt und akzep­tiert wird, mit dem sie sich iden­ti­fi­ziert beziehungs­weise das sie nach außen hin zeigt.

Tran­si­ti­on bezeich­net den Vor­gang, mit geschlechts­an­glei­chen­den Maß­nah­men die Iden­ti­tät einer Per­son so weit wie gewünscht an das gefühl­te Geschlecht anzu­pas­sen. Dazu zäh­len The­ra­pien wie die Gabe von Geschlechts­hor­mo­nen oder ope­ra­ti­ve Ein­grif­fe, aber auch die Anpas­sung von Namen und Per­so­nen­stand oder die Ände­rung des Klei­dungs­stils.

Mis­gen­dern bedeu­tet, dass eine Per­son nicht dem gefühl­ten Geschlecht zuge­ord­net und /oder mit dem fal­schen Pro­no­men ange­spro­chen wird.

Portrait von Sara Walther

Autor:in

Sara Walther

Sara Walther studierte Musik- und Medienwissenschaften sowie Gesang. Als Redakteurin ist sie bei der Neuen Zeitschrift für Musik und als freiberufliche Journalistin unter anderem für Deutschlandfunk Kultur tätig.

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